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Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum hat seinen Ursprung im kirchlichen Krippenspiel des Mittelalters. Als gabentragender Baum weihnachtlicher Zunft- und adliger Weihnachtsfeiern hielt er ab dem 19. Jahrhundert Einzug in die Familien. Als das weihnachtliche Symbol schlechthin ist er aus der familiären Weihnachtsfeier nicht mehr wegzudenken.

Der Siegeszug des Weihnachtsbaums nahm als Paradiesbaum und Träger des Sündensymbols bei den Krippenspielen bzw. Paradiesspielen in den Kirchen des späten Mittelalters seinen Anfang.

Erstmals außerhalb des kirchlichen Zusammenhangs, eingebettet in die Festbräuche der Zünfte, wird der Weihnachtsbaum im 16. Jahrhundert erwähnt. Von hier aus fand der Christbaum - wie er im süddeutschen Raum genannt wird - zunächst seine Verbreitung an den europäischen Königshöfen und beim Adel. Um 1800 hielt er Einzug in die bürgerlichen Wohnstuben der Oberschicht.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wird der Weihnachtsbaum in allen Kreisen der Bevölkerung zu dem Symbol der Advents- und Weihnachtszeit schlechthin. Dabei ging die Verbreitung regional sehr unterschiedlich vonstatten. In protestantischen Regionen zeigte man sich dem Weihnachtsbaum als Gegensymbol zur zunächst eher katholischen Krippe wesentlich aufgeschlossener als in vorwiegend katholischen Gebieten.

Die Popularisierung des Weihnachtsbaums als Inbegriff der Familienweihnacht wurde entscheidend von den beiden Weltkriegen gefördert. Durch die Aufstellung von Weihnachtsbäumen in den Schützengräben und Lazaretten lernten Soldaten aus allen Teilen Europas den Brauch kennen und trugen ihn nach Hause.

Die heutige Popularität des Weihnachtsbaumes spiegelt sich in seinem Facettenreichtum wider. Ob vergoldeter Christbaumschmuck, zusammenklappbare Plastikimitation oder Tannenbaumduft aus der Spraydose, die Industrie kommt allen Wünschen und Bedürfnissen ihrer Konsumenten nach.

Autorin: Marta Augustynek

Weihnachtsbaumschmuck
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Publikationsdatum dieser Seite: 2018-01-23