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Friedensdekade

Seit 1980 findet in der Zeit vom drittletzten Sonntag des Kirchenjahres bis Buß- und Bettag die Ökumenische Friedensdekade statt. Viele Kirchengemeinden gestalten sie mit besonderen Veranstaltungen und Gottesdiensten.

Die ökumenische Friedensdekade findet alljährlich in den zehn Tagen (= Dekade) vor dem Buß- und Bettag statt. Die Idee dazu stammt aus den Niederlanden. Dort hatte der "Interkirchliche Friedensrat" die Friedenswoche eingeführt. 1980 wurde diese Idee von den Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR übernommen. Von Anfang an war das Symbol "Schwerter zu Pflugscharen" zum Erkennungszeichen der Friedensdekaden in der DDR geworden. Der Text ist ein Zitat aus dem Buch des Propheten Micha (4,3) bzw. Jesaja (2,4): "Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen." Das Bild ist die Abbildung eines Denkmals von Jewgeni Wutschetitsch. Es steht sowohl in der Tretjakow-Galerie in Moskau wie auch als Geschenk der Sowjetunion auf dem Gelände des UNO-Hauptgebäudes in New York und zeigt einen muskulösen Heros, der ein Schwert zu einer Pflugschar umschmiedet. Bei der Vorbereitung der ersten Friedensdekade 1980 hatte der damalige sächsische Landesjugendpfarrer Harald Bretschneider dieses Symbol für einen Aufruf zu Buß- und Bittgottesdiensten ausgewählt und mit dem Motto "Frieden schaffen ohne Waffen" verbunden.

Viele Jugendliche trugen dieses Symbol als Aufnäher, was zu schweren Auseinandersetzungen mit dem SED-Regime führte. In der Bundesrepublik wurde 1980 ebenfalls zum ersten Mal die Friedenswoche veranstaltet. Seit 1992 wird die Friedensdekade von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zusammen mit einem Gesprächsforum durchgeführt.

Autor: EKD

Íkumenische FriedensDekade 2007
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Publikationsdatum dieser Seite: 2018-01-23