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Allerseelen

Als zweiter Festtag des katholischen Totengedenkens dient Allerseelen dem Gedenken aller Verstorbenen. Traditionell gehören Andachten, Armenspenden und das Entzünden von Friedhofslichtern zu den Brauchhandlungen. Bereits im Jahre 998 wurde der Gedächtnistag erstmals begangen. Im Jahr 1006 ordnete Papst Johannes XVIII. Allerseelen als verbindlichen Feiertag für die gesamte Kirche an. Da der Brauch auf frühchristlichen Vorstellungen vom Fegefeuer fußt, wird er in der evangelischen Kirche abgelehnt.

Allerseelen ist der zweite Festtag des katholischen Totengedenkens. Seine Einführung geht auf Odilo von Cluny, einen Abt des Cluniazenserordens, zurück. Dieser soll am 2. November 998 erstmals einen Gedächtnistag begangen haben, der allen verstorbenen Christen galt. Er ergänzte damit die Gedenkfeier der Märtyrer des christlichen Glaubens (Allerheiligen). Im Jahre 1006 ordnete Papst Johannes XVIII. Allerseelen als verbindlichen Feiertag für die gesamte Kirche an. In diesem Zusammenhang wurde der November auch bald zum "Seelenmonat".

Die Brauchpraxis zu Allerseelen ist regional stark unterschiedlich und kann sowohl Armenspeisungen und Spenden als auch Lichterbräuche und Andachten beinhalten. Die verschiedenen Formen der Brauchhandlungen gehen jedoch allesamt auf das frühchristliche Verständnis vom Purgatorium - dem Fegefeuer - zurück. Es handele sich hierbei um einen Ort der Seelenreinigung, der dem Zutritt zum Himmel vorgeschaltet ist - eine Vorstellung, die letztmals im Jahre 1563 durch das Trienter Konzil offiziell als katholischer Glaubensgrundsatz ausgewiesen wurde. Ferner ging man davon aus, dass die guten Taten der Lebenden die Last der Verstorbenen schmälern und damit ihre Aufenthaltsdauer im Fegefeuer verkürzen könne. Die evangelische Kirche lehnt diese Gedanken ab: Allein aus dem Glauben und durch die Gnade Gottes werden die Menschen gerettet - unabhängig ihrer guten Werke.

Autor: Lars Winterberg

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Publikationsdatum dieser Seite: 2018-01-23